Konzept Berufsorientierung

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Konzept Berufsorientierung- Gemeinschaftsschule Auenland

Einleitung und Rahmenbedingungen:
Die Gemeinschaftsschule Auenland besuchen zurzeit ca. 930 Schülerinnen und Schüler in 39 Klassen. Die Gemeinschaftsschule Auenland besteht als Gemeinschaftsschule seit dem 01. August 2009. Sie ist aus der Zusammenlegung der Hauptschule und der Realschule Bad Bramstedt entstanden. Die entsprechenden Schulartzweige in den Klassenstufen 8 bis 10 laufen in den kommenden Jahren aus. Auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe wird hingearbeitet.
Die Gemeinschaftsschule ist eine „Schule für alle“. Hier sollen Schülerinnen und Schüler aller Begabungen ihren unterschiedlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend individuell gefördert werden, um sie in einem weitgehend gemeinsamen Bildungsgang zu den Abschlüssen der Sekundarstufe I zu führen oder ihnen die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe zu ermöglichen. Das gemeinsame Lernen steht bis zur Klassenstufe 10 im Vordergrund.  Dazu gehört nach unserem Verständnis selbstverständlich die Integration von Kindern und Jugendlichen, die besonderer Förderung und Aufmerksamkeit bedürfen. (Homepage)
Allgemeinbildende Schulen haben die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zur Aufnahme einer Berufstätigkeit zu befähigen und sie auf eine fundierte Berufswahlentscheidung vorzubereiten. Da in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbrüche die bisherige Berufsvorbereitung zunehmend undurchsichtiger wird, ist es die Aufgabe der Schule, die Schüler zusammen mit ihren Eltern, auf ihrem Weg in das Berufsleben verlässlich zu begleiten und sie nicht nur theoretisch, sondern auch vermehrt  praxisorientiert vorzubereiten.
            Berufsorientierung ist ein Prozess von der Einzelorientierung über den Prozess des Sich- Orientierens in ein Ergebnis von                zielgerichteten Entscheidungen zu kommen.
Nach dem Ende der Schulzeit beginnt für die Schülerinnen und Schüler ein neuer Lebensabschnitt: Der Eintritt in die Arbeitswelt. Die Jugendlichen erhoffen sich einen reibungslosen Übergang, um selbstständig und unabhängig ihr Leben gestalten zu können, wie sie es sich vorstellen. Viele Berufswünsche orientieren sich an Modeberufen, die von Seiten der Schule ein frühzeitiges Einwirken verlangen, um das Berufswahlspektrum realitätsnah zu erweitern. Ziel unserer Bemühungen ist es möglichst viele Schülerinnen und Schüler in eine passgenaue Ausbildung oder in einen weiteren,  jedoch zielorientierten Bildungsgang zu bringen, um ihnen dadurch eine realistische Zukunftsperspektive zu eröffnen.
Bausteine zur BO:
-       Theoretischer Unterricht im Fach Wirtschaft/Politik ab Klasse 6
-       Besuche des BIZ
-       Beratungsbesuche der Berufsberaterin
-       Informationsabend über die Möglichkeiten nach dem Schulabschluss für die Eltern im Rahmen der Berufswahlwoche
-       Zusammenarbeit mit Krankenkasse zum Thema Bewerbungsschreiben,
Bewerbungsgespräche und Sozialversicherung
-       Vertiefende Arbeit an Bewerbungsschreiben im Deutschunterricht (unter Absprache mit den Kolleginnen/Kollegen)
-       Teilnahme am Girls Day/Boys Day
-       Besuch der Berufsinformationsmesse BIM
-       Teilnahme BOP (Berufsorientierungspraktikum)
-       Besuch der Nordjob
-       Betriebspraktikum I in Jahrgang 9
-       Erstellen einer Praktikumsmappe im Rahmen des Betriebspraktikums
-       freiwilliges Betriebspraktikum II in Jahrgang 9 und 10
-       Berufsinformationsbrett im Gebäude SÜD
-       Verknüpfung der Berufsorientierung mit anderen Fächern
-       Berufswahlwoche/Berufsorientierungswoche
-       Beratung durch Berufswahlhelferin unserer Schule mit dem Ziel: Kurzfristige, individuelle Beratung ohne Zeitdruck, schnelles Reagieren bei Problemen, Beratung bei Praktikum- und Ausbildungsplatzsuche
-       Kooperationsvereinbarungen / Unterstützung bzw. Partnerschaft mit Betrieben in und um Bad Bramstedt
 

Ein zentraler Bereich der Berufsorientierung ist die Berufswahlwoche:

Hier werden in den Jahrgängen 8/9 zusätzlich Grundlagen für Bewerbungen gelegt. So wird eine Struktur von Bewerbungsschreiben und für Bewerbungsgespräche erarbeitet. In der BOW werden die zuvor erarbeiteten Grundlagen angewendet. Hierzu werden externe Partner zur Durchführung eingeladen, die dann mit den Schülern u.a. zu folgenden Bereichen arbeiten:
- Bewerbungsgesprächstraining
- Bewerbungstest
- Kennenlernen eines Assessmentcenters
- Anschreiben und Lebenslauf
- Berufsberatung durchs BIZ
In dieser Zeit erhalten auch die Eltern die Möglichkeit an einem Elternabend Informationen über die Möglichkeiten ihrer Kinder nach dem Schulabschluss zu erhalten.
 

BOP:

Im Rahmen der Werkstatttage haben die Jugendlichen die Gelegenheit, für zwei Wochen bzw. 80 Stunden in einer Berufsbildungsstätte unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder praktische Erfahrungen in mindestens drei Berufsfeldern zu machen.  Berufsbildungsstätten verfügen über die erforderlichen Werkstatteinrichtungen und die Erfahrungen in der beruflichen Erstausbildung. Durch die räumliche und inhaltliche Distanz zur alltäglichen Schulrealität erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit neue Talente zu entdecken und neue Seiten von sich zu zeigen. Sie lernen unterschiedliche Berufe kennen und können dabei prüfen, ob die Tätigkeit ihren Neigungen entspricht. Dies hilft dabei, die spätere Berufswahl bewusst und überlegt zu treffen. Das selbst bestimmte Berufsziel wird mit größerem Ernst verfolgt. Die Aussicht einen Ausbildungsplatz zu bekommen und die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, steigt. Die Berufsorientierung schließt mit einer Zertifizierung ab, die Schülerinnen und Schülern, wie potenziellen Ausbildern, als Entscheidungshilfe für die Berufswahl bzw. die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis dienen soll.
 

Betriebspraktikum:

Das Betriebspraktikum ist ein zentraler Bestandteil der Berufsorientierung in der Schule. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal den Ablauf in Betrieben und der Arbeitswelt kennen und können überprüfen, ob Vorstellung und Wirklichkeit eines Berufes übereinstimmen.
Das Betriebspraktikum wird an der Gemeinschaftsschule in Jahrgang 9.1 durchgeführt.
Die Dauer beträgt 2 Wochen. Während des Praktikums fertigen die Schülerinnen und Schüler eine Praktikumsmappe an, die anschließend von der Lehrkraft anhand eines einheitlichen Kriterienkataloges bewertet wird. Betreut werden die Schülerinnen und Schüler von der Wirtschaft / Politik-Lehrkraft, die die Schülerinnen und Schüler während des Praktikums mindestens einmal besucht. Für das Betriebspraktikum gelten feste Zeiträume.
 
Berufsberatung:
Die Berufsberaterin kommt monatlich in die Schule zu einer Sprechstunde, zu der die Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen zuvor schriftlich eingeladen werden. Zu diesem Termin sind Zeugnisse und eventuelle anschreiben mitzubringen und dienen als Gesprächsgrundlage.
 

Nordjob Messe:

Einmal im Jahr (Mai) findet an vielen Standorten in Schleswig Holstein die Messe „Nordjob“ statt. Veranstaltungsort für unsere Schule ist Neumünster.
Vorab erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Einführungsveranstaltung in unserer Schule (60 Minuten), über den Sinn und Ablauf der Nordjob.
Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Interesse an der Nordjob haben, dürfen maximal 4 Wünsche angeben, um Termine bei Firmen zu bekommen.
Dazu werden Anmeldebögen verteilt, die von den Schülerinnen und Schüler ausgefüllt werden, der Klassenlehrkraft eingesammelt und von der Fachschaft Wirtschaft / Politik gesammelt zurück gesendet werden.
Zeitnah erhalten die Schülerinnen und Schüler verbindliche Termine, die wahrgenommen werden.
Ziel dieser Termine ist es, mit den Unternehmen in Kontakt zu treten und erste Kontakte zu knüpfen und Fragen zur Bewerbung und Ausbildung zu erhalten.
Es besteht ferne die Möglichkeit, komplette Bewerbungen an diesen Terminen abzugeben.
 
Berufsinformationsmesse (BIM):
Einmal im Jahr (September) findet an unserer Schule die Berufsinformationsmesse statt, die von der Stadt Bad Bramstedt organisiert und durchgeführt wird.
Es ist eine freiwillige Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler. Es besteht die Möglichkeit, mit Ansprechpartnern von Ausbildungsbetrieben der Region in Kontakt zu treten und Fragen rund um die Bewerbung zu beantworten. Zudem ist Frau Friedrich als Ansprechpartnerin der Bundesagentur für Arbeit vertreten.
Es ist gewünscht, dass die Wirtschaft / Politik Lehrkräfte der 8. und 9. Jahrgänge auf der BIM vertreten sind, um als Ansprechpartner ebenfalls für die Schülerinnen und Schüler zu dienen.
 
Kooperationen:

Im Schuljahr 2012/13 wurde mit der Firma Wiska aus Kaltenkirchen ein Kooperationsvertrag geschlossen. Die Firma bietet Praktikumsplätze an, führt für interessierte Schülerinnen und Schüler Firmenführungen mit einem Bewerbungstraining innerhalb der Berufsorientierungswoche durch und bietet innerhalb des Wipo Unterrichtes Gespräche mit Auszubildenden an, um Fragen zur Ausbildung zu beantworten.

 

Ausblick:

Überprüfung der Praktikumszeiträume der Gemeinschaftsschulklassen. Zur Zeit werden alternative Modelle recherchiert und in den verantwortlichen Gremien diskutiert.
Aufbau von Kooperationen im Bereich Berufsorientierung mit anderen Schulen in der Umgebung mit dem Ziel ein Netzwerk aufzubauen, um die Schülerinnen und Schüler größtmöglich zu fördern.